Kultur ohne Grenzen – Musikschulen begegnen sich

08.07.2014

Feierlicher Empfang in Merzig im Rahmen des Jubiläums „60 Jahre Musikschulen im Saarland“

Im Rahmen des Jubiläums „60 Jahre Musikschulen im Saarland“ veranstaltete der VdM Saar am 9. Mai mit der Musikschule im Landkreis Merzig-Wadern einen feierlichen Empfang in Merzig, der Teil des Projekttreffens „Kultur ohne Grenzen – Musikschulen begegnen sich“ war. Dieses fand vom 8. bis 11. Mai auf Einladung der Musikschule in Merzig und Umgebung statt. Dass die Schüler jedes Jahr in dieser Konstellation zusammenkommen, ist das Ergebnis des lebendigen Austauschs, den die Schulen seit dem Jahr 2000 realisieren. In diesem Jahr hat der VdM Saar, gemeinsam mit der Staatskanzlei des Saarlandes, dem Landesmusikrat Saar und der Landesakademie für musisch-kulturelle Bildung dieses Projekt unter dem Namen „Musik als Sprache der europäischen Jugend“ ins Leben gerufen. Nach zehn Jahren des erfolgreichen Austauschs übernahm die Musikschule im Landkreis Merzig-Wadern das Projekt. Seither läuft es unter dem Namen „Kultur ohne Grenzen – Musikschulen begegnen sich“.Entstanden sind daraus im Jahr 2010 offizielle Partnerschaften mit den Kunst- und Musikschulen aus Zamerk in Tschechien, Marx in Russland und Echternach in Luxemburg. Da das Projekt jedoch ohne den VdM nicht entstanden wäre, und auf dessen Engagement hin über die Jahre gewachsen ist, war der Empfang in Merzig ein wichtiger Termin des Verbandsjubiläums. Die musikalische Gestaltung des Empfangs übernahmen die Schüler der Partnerschulen aus Zamberk, Marx, Echternach und die Schüler der Musikschule in Merzig. 

Die jungen Musiker der Partnerschulen spielten während des Aufenthalts in Merzig mehrere Konzerte und lernten in Ausflügen Teile der Region kennen. Aber auch für sie war der Höhepunkt des Treffens der feierliche Empfang im Landratsamt in Merzig am Abend des 9. Mai, Im großen Sitzungssaal des Landratsamtes trafen sich die Musikschüler, die Delegationen der Partnerschulen, sowie politische Vertreter und Ehrengäste. Unter ihnen waren auch der stellvertretende Generalkonsul des Generalkonsulats der russischen Föderation in Bonn, Vladimir Pyatin, und Robert Otepka, der Konsul der tschechischen Republik in Nordrhein-Westfalen. Sie freuten sich besonders über den gelungenen Austausch zwischen den jungen Musikern und die Freundschaften, die  zwischen ihnen und den Leitern der Musikschulen entstanden sind.  Mit einer solchen Veranstaltung tragen alle Beteiligten zur Völkerverständigung bei. Er sei sehr froh, dass Russland bei diesem grenzüberschreitendenProjekt dabei sein kann, betonte Vladimir Pyatin. „Kultur ohne Grenzen – Musikschulen begegnen sich, das ist ein sehr passendes Motto. Musik verstehen alle Menschen, egal welche Staatsbürgerschaft, Herkunft oder Sprache sie haben. Musik ist die ideale Verbindung“, betonte Robert Otpeka. Der erste Beigeordnete des Landkreises Konrad Pitzius begrüßte in Vertretung der Landrätin alle Gäste des Empfangs. Er lobte das Engagement der Beteiligten und des Projekts: „Sie beweisen, dass es lohnt, die jungenMenschen und Erwachsenen in den aktiven und regelmäßigen Austausch zu bringen. Sie tragen zur persönlichen Entwicklung der Jugendlichen bei, und es ist für mich der beste Weg, um sie über die Grenzen hinweg für andere Kulturen zu begeistern. Mit der Musik und Ihren lebendigen Partnerschaften tragen Sie einen großen Teil dazu bei, diese jungen Menschen nachhaltig zu weltoffenen Bürgern zu machen, die kein Ohr für Vorurteile gegenüberanderen haben.“

Für den Leiter der Kreismusikschule und Vorsitzenden des VdM Saar, Dieter Boden, ist klar, dass solch ein gelungenes und andauerndes Projekt mit den Menschen steht und fällt, die sich dafür engagieren. „Die Teilnehmer waren von Anfang an ein Herz und eine Seele. Und wir freuen uns sehr, dass es bei uns menschlich so gut passt, dass wir 


auch nach über zehn Jahren noch zu zusammen sind“, betonte Boden. Seine Kolleginnen aus Zamberk und Marx, sowie der Kollege aus Echternach unterstrichen dies und waren sich einig, dass man es den jungen Menschen schuldig ist, ihnen einen solchen grenzüberschreitenden Austausch zu ermöglichen. Und die Jugendlichen sind immer mit einer großen Begeisterung dabei, sie lieben das Saarland und freuen sich sehr, wieder auf ihre Freunde aus den anderen Ländern zu treffen. 

Der Empfang in Merzig wurde musikalisch von den einzelnen Ensembles der Schulen, aber auch von einem großen Projektensemble feierlich gestaltet. Sie freuen sich bereits auf das nächste Projekttreffen im kommenden Jahr, zu dem der Leiter der Musikschule Echternach, Marc Juncker, bereits herzlich eingeladen hat.

Bildunterschriften und Nachweise:

mg-syr-botschafter: Dieter Boden überreichte Vladimir Pyatin (Mitte) und Robert Otepka (rechts) die Ehrenmedaille der Musikschule zur Erinnerung an den Empfang in Merzig. Foto: Kreismusikschule Merzig

mg-syr-projektensemble: Das Projektensemble mit Schülern aller Partnerschulen zeigte beim Empfang, dass die Musik Menschen wunderbar verbinden kann. Foto: Kreismusikschule Merzig

mg-syr-empfang-sbr: Bereits am Morgen empfing Kultusminister Ulrich Commerçon die Delegationen in Saarbrücken. Foto: Kreismusikschule Merzig

mg-syr-empfang-mzg: Schulleiter und politische Vertreter tauschten sich während des Empfangs aus. Foto: Kreismusikschule Merzig